Mittlerweile engagieren sich nicht mehr nur NGOs und Regierungen für die Bekämpfung des Klimawandels, sondern auch Unternehmen. Auch die Zurich Invest AG hat sich zu Massnahmen in fünf Bereichen verpflichtet.

Viele Unternehmen möchten einen Beitrag im Kampf gegen die Erderwärmung leisten. Dazu gehören interne Massnahmen wie ein sparsamer Umgang mit Wasser und Papier, oft ergänzt von baulichen Massnahmen wie energieeffizienten, vom CO2-Gehalt in den Räumen gesteuerten Klimaanlagen. Aber auch externe Massnahmen kommen zum Zug: Ein Beispiel der Zurich Insurance Group ist «The Zurich Forest», ein Wiederaufforstungs-Projekt in Brasilien in Zusammenarbeit mit Instituto Terra. Die gemeinnützige Organisation wurde 1998 von Lélia und Sebastião Salgado in Brasilien gegründet. Natürlich lässt sich die Klimaproblematik mit Bäumen allein nicht lösen, aber: Bäume sind existenziell für das Überleben unseres Planeten.

Ökologie und Ökonomie

Heute müssen sich Ökologie und Ökonomie nicht mehr zwangsläufig entgegenstehen. Die aktuelle Situation ist der beste Beweis dafür: Viele CEOs grosser Unternehmen sprechen über den Klimawandel und den notwendigen Schutz der Umwelt. Vor zehn Jahren wäre das kaum vorstellbar gewesen. Damals kamen die Vorschläge, wie man die Welt verändern könnte, meistens von NGOs. Heute ist der Schutz der Umwelt weniger teuer als ihre Zerstörung. Aber auch notwendiger, wie uns durch extreme Wetter-
ereignisse immer deutlicher vor Augen geführt wird.

Problematische Rahmenbedingungen

In vielen Ländern existieren immer noch regulatorische Rahmenbedingungen, die weiterhin die Verwendung von alten, ineffizienten Technologien erlauben. Das Klima wird dadurch stark belastet, die Erderwärmung beschleunigt sich weiter. Es ist daher von immenser Wichtigkeit, den Rechtsrahmen möglichst global zu modernisieren. Unternehmen müssen dazu gezwungen werden, ihre Energieeffizienz zu steigern und stärker in nachhaltige Technologien und Geschäftsprozesse zu investieren. Jedes Unternehmen sollte eine entsprechende Strategie und geeignete Massnahmen formulieren, wie es zur Bekämpfung des Klimawandels gemäss den Zielen des Pariser Klimaabkommens beitragen wird. Erfolgt eine disziplinierte Umsetzung der Massnahmen, so können die Unternehmen mit einer transparenten Berichterstattung nachweisen, dass nachhaltige Technologien und Geschäftsprozesse langfristig Arbeitsplätze schaffen und Profit ermöglichen.

Massnahmen treffen

Die Zurich Invest AG als 100-prozentige Tochtergesellschaft der Zürich Versicherungs-Gesellschaft AG und Geschäftsführerin der Zürich Anlagestiftung hat eine klare Strategie definiert, um den Klimawandel und dessen Bekämpfung in ihrem eigenen Anlageansatz und demjenigen ihrer externen Vermögensverwalter zu berücksichtigen. Hierbei hat sie sich zu Massnahmen in fünf Bereichen verpflichtet (siehe auch Grafik):

Entgegenwirkung des Klimawandels

1) Engagement:
Innerhalb dieses Prozesses werden die externen Vermögensverwalter von aktiven Aktienmandaten zu regelmässiger Berichterstattung verpflichtet. Sie müssen Rechenschaft ablegen über die Engagement-Fortschritte der Unternehmen betreffend CO2-Reduktion und Steigerung ihrer Energieeffizienz.

2) ESG Integration verstärken:
Mit MSCI ESG und Trucost wird mit zwei führenden Anbietern von ESG-Daten und -Tools zusammengearbeitet. Ziel ist es, die Kundenportfolios hinsichtlich Klimarisiken zu analysieren und die gewonnenen Erkenntnisse im Bereich der ESG-Integration in die betroffenen Anlagestrategien einfliessen zu lassen. Wo nötig, müssen gezielte Massnahmen eingeleitet werden.

3) Förderung des Übergangs zu einer klimaneutralen Wirtschaft:
Im Rahmen des Impact Investing werden konkrete Projekte innerhalb verschiedener Anlageklassen verfolgt, um Treibhausgasemissionen kontinuierlich zu reduzieren.

4) Net-Zero-Portfolios bis 2050:
Ziel ist es, zuerst innerhalb der Aktien-, Obligationen- und Immobilienportfolios die Treibhausgasemissionen bis 2050 auf netto null zu reduzieren. Sobald genügend Daten verfügbar sind, werden auch innerhalb anderer Anlageklassen verbindliche Klimaziele festgelegt. Dies ist ein fortlaufender Prozess.

5) Innovation und stetige Weiterentwicklung:
Gemeinsam mit der Zurich-Gruppe werden bei Büro- und Geschäftsgebäuden operative Net-Zero-Ziele verfolgt. Als erstes Hochhaus in der Schweiz, das den Platinum-Status des internationalen Labels «Leadership in Energy and Environmental Design» (LEED) erhalten hat, gehört das Büro- und Geschäftsgebäude SkyKey in Zürich-Oerlikon zu den drei nachhaltigsten Hochhäusern in Europa und weltweit zu den Top 30. Ein sparsamer Umgang mit den Ressourcen steht hier im Vordergrund: Es werden 40 Prozent Trinkwasser gespart und energieeffiziente, vom CO2-Gehalt in den Räumen gesteuerte Klimaanlagen eingesetzt. Doch der Anspruch ist, sich stetig weiterzuentwickeln – nicht nur mit innovativen Businessmodellen, sondern auch hinsichtlich Nachhaltigkeit. Deshalb werden innerhalb des Innovationsprozesses laufend aktuelle Trends, Massnahmen und Investitionsideen analysiert, welche die Klimarisiken noch stärker reduzieren könnten.

Konkrete Ziele für wirksames und nachhaltiges Anlegen

Die Treibhausgasemissionen konnten über das gesamte Schweizer Immobilienportfolio seit 2010 bereits um 20 Prozent reduziert werden. Dieses Jahr setzt sich Zurich Invest AG neue Reduktionsziele bis 2025. Zudem soll das Immobilienportfolio bis 2050 emissionsfrei werden. Auch mit dem Angebot von Anlagen in Green Bonds werden die Energieeffizienz sowie die Reduktion von Treibhausgasemissionen der jeweiligen Emittenten unterstützt. Investieren Kunden in Infrastrukturanlagen, können sie aus verschiedenen Projekten im Bereich erneuerbarer Energien auswählen.

Facts

Über Zurich Invest AG
Die Zurich Invest AG ist eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der Zürich Versicherungs-Gesellschaft AG und die Geschäftsführerin der Zürich Anlagestiftung. Diese ist die grösste bankenunabhängige Anlagestiftung des Landes. Als bedeutende Anbieterin verwaltet die Zurich Invest AG insgesamt über 41 Milliarden Schweizer Franken institutioneller und privater Anleger. Sie untersteht der Aufsicht der FINMA. Die institutionellen Fonds befolgen die Richtlinien und Standards der Asset Management Association Switzerland (AMAS). Die 1999 gegründete Zürich Anlagestiftung wird durch die Oberaufsichtskommission Berufliche Vorsorge (OAK BV) beaufsichtigt.
Die Zurich Invest AG unterstützt ihre Anleger bei einem aktiven, nachhaltigen und verantwortungsbewussten Anlegen.

Peter Bezak
Director Communications and RfP

Fabio Oliveira
Senior ESG Officer

Zurich Invest AG
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