Und sie boomen weiter, die nachhaltigen Investitionen. Im Vergleich zum Vorjahr kletterten sie 2021 um fast ein Drittel auf das neue Allzeithoch von rund 1 983 Milliarden Franken. Das geht aus einer Studie der Swiss Sustainable Finance SSF hervor, die in Zusammenarbeit mit der Universität Zürich erstellt und im Sommer dieses Jahres veröffentlicht wurde.

Diese Erfolgsgeschichte erfreut. Immerhin geht es darum, viel, möglichst viel Anlagekapital inskünftig in Unternehmen und Projekte zu lenken, die der Erde Gutes tun, dem Raubbau an der Natur Einhalt gebieten wollen. Und das Erfreuliche daran: Immer mehr Menschen, immer mehr Unternehmen und Institutionen machen mit. Auch erwähnt sei, dass die Schweiz dabei durchaus eine Vorreiterrolle einnehmen kann. Als einer der weltweit wichtigsten Finanzmärkte spielt sie eine mittragende Rolle – mit enormer Hebelwirkung.

Nur: Was kann das bewirken, respektive wie steht es um die Messbarkeit nachhaltiger Investitionen? Das ist eine der Fragen, denen die Autorinnen und Autoren in der vorliegenden Publikation nachgehen. Manuela Guillebeau, Nachhaltigkeitsspezialistin bei der Pensionskasse des Bundes Publica betont in ihrem Artikel: «Die Qualität und die Verfügbarkeit von Daten zur Messung der Wirkung sind noch sehr eingeschränkt. In den letzten Jahren wurden aber dank dem Einsatz neuer Techniken wie künstlicher Intelligenz und quantitativer Methoden zur Verarbeitung grosser Datenmengen deutliche Fortschritte erzielt.»

Das macht deutlich: Es geht was, aber es gibt noch viel zu tun, bis die so deklarierten Geldanlagen messbar und damit zuverlässig nachhaltige Wirkung erzielen. Das wachsende Interesse ist da. Von Privatanlagern, von Unternehmen und Institutionen. Davon berichtet die vorliegende Publikation.

Wir wünschen Ihnen eine nachhaltige Lektüre!


Illustrationsbild: ©adobestock/witsarut